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Als kleinen Service bieten
wir allen Interessierten an dieser Stelle nähere Informationen
zum Kinderlager in Braunlage (Harz).
Basisdaten - Braunlage
| Bundesland: |
Niedersachsen |
| Landkreis: |
Goslar |
| Höhe: |
21,70
km² |
| Einwohner: |
5.065
(Stand: 31. Dezember 2006) |
| Höhe: |
560
m ü. A |
| Bevölkerungsdichte: |
233
Einwohner je km² |
| Postleitzahl: |
38700 |
| Verwaltung: |
Herzog-Johann-Albrecht-Str.
2
38700 Braunlage |
| Bürgermeister: |
Stefan
Grote (SPD) |
| Webpräsenz: |
www.stadt-braunlage.de |
Geschichte
Braunlage entstand als Siedlung im Wald wohl im 13. Jahrhundert.
1253 taucht im Güterverzeichnis der Grafschaft Regenstein erstmals
die holtmarke to dem brunenlohe auf. Aber erst ab 1518
entsteht der eigentliche Berg-und Hüttenort Braunlage. 1531
taucht erstmals der Name huete to dem brunlohe auf.
1561 werden vom gräflich-blankenburgischen
Rat Hieronimus Pathe die Hüttenwerke wieder aufgebaut. Der
Merian-Stich von 1654 zeigt das Eisenhüttenwerk Braunlah
auff dem Hartz gelegen in der Kolli und stellt die mittelalterliche
Bergwerksgemeinde Braunlage dar.
1658 errichtet der Faktor
der Eisenhütten zu Braunlage, Christian Walter, die Herzoglich-Braunschweigisch-Lüneburgische
Faktorei der Braunlager Eisenhüttenwerke. Dieses Gebäude
ist bis heute in weiten Teilen erhalten. Es gehörte zu den
ältesten Gebäuden Braunlages, steht seit 1958 unter Denkmalschutz
und ist seit 1962 das Hotel Altes Forsthaus.
Im 17. Jahrhundert war
es ein Marktflecken, 1934 schließlich erhielt es als Kurort
Stadtrechte. Von 1946 bis 1972 war Braunlage Kreisstadt des (Rest-)
Kreises Blankenburg, der mit der niedersächsischen Gebietsreform
1972 aufgelöst wurde. Seit dieser Reform ist die südliche
Nachbargemeinde Hohegeiß Stadtteil von Braunlage.
Der Tourismus entwickelte
sich gegen Ende des 19. Jahrhunderts zunächst zögerlich.
Mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz über die Strecken BraunlageWalkenried
und BraunlageTanne der Südharz-Eisenbahn beschleunigte
sich die Entwicklung. Ganze Villenviertel mit Sanatorien (Dr. Barner
und Dr. Vogler / Schröder) und Hotels entstanden zunächst
am Hütteberg, im Ortszentrum und schließlich im Jermerstein-Viertel.
Während im Jahr
1905 die von Carl Röhrig im Norden Braunlages betriebene Glashütte
schließen musste, entwickelte sich durch den Bahnanschluss
besonders die Holzindustrie. Die Sägewerke Fuchs (Ortsmitte)
und Buchholz (nördlich des Bahnhofs) waren die Erwerbsquellen
schlechthin. Zudem prägte ein großer Granitsteinbruch
am Wurmberg mit Schotterwerk an der Warmen Bode das Gewerbeleben
der Stadt. Dieser Steinbruch ist so gewaltig, dass er selbst von
der Hochfläche bei Sankt Andreasberg gut sichtbar ist.
Im ersten Jahrzehnt des
20. Jahrhunderts eroberte auch der Omnibus den Harz mit der Linie
Bad HarzburgBraunlage. Der Name Büssing spielt in diesem
Zusammenhang eine besondere Rolle: er betrieb die Linie von Bad
Harzburg und errichtete ein Erholungsheim für Werksangehörige
in Braunlage. Die Bahnlinie wurde 1962/1963 eingestellt.
1963 wurde die Wurmbergseilbahn,
zunächst von der Mittelstation Nahe dem Rodelhaus, mit einer
Länge von 1.362 m und einer Höhendifferenz von 250 Metern
bis zur Bergstation auf den Wurmberg eröffnet. Der zweite Bauabschnitt
von der Talstation am Großparkplatz bis zur Mittelstation
wurde im Sommer 1965 fertiggestellt, weitere 150 m Höhendifferenz
wurden somit überwunden und 1.500 m Länge zur Seilbahn
zugefügt, wodurch die längste Seilbahn Norddeutschlands
entstand. In Richtung Brocken, dem höchsten Berg im Harz, befindet
sich auf dem Wurmberg die Wurmbergschanze.
Am 7. Mai 1964 veranstaltete
Gerhard Zucker auf dem Hasselkopf eine Vorführung von Postraketen.
Einer dieser Flugkörper explodierte, die herumfliegenden Trümmer
töteten drei Personen.
Herausragendes Ereignis
für Braunlage war die Grenzöffnung 1989. Der Ort, der
bisher an der Grenze zur DDR lag, rückte nun inmitten des Harzes.
Die daran geknüpften wirtschaftlichen Erwartungen erfüllten
sich jedoch nicht. War Braunlage noch bis zur deutschen Einheit
ein gut besuchter Ferienort, so geriet es in den Folgejahren durch
den Wegfall der Zonenrandförderung und die zunehmende Konkurrenz
aus dem Ostharz in erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten -
so verringerte sich die Zahl der Übernachtungen im Zeitraum
1991 bis 2006 um beinahe die Hälfte.
Einwohnerentwicklung
| Volkszählung |
Einwohner |
| 2005 |
5.142 |
| 2000 |
5.476 |
| 1995 |
5.998 |
| 1990 |
6.148 |
| 1985 |
6.776 |
|