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Das
Gnadenbild "Anna Selbdritt" |
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Nach der Gründung
eines Altenheimes auf dem Annaberg im Jahre 1945, direkt nach Kriegsende,
durch die "Schwestern von der Göttlichen Vorsehung" wurde in
einem ersten Erweiterungsbau in den Jahren 1946 - 1947 auch die hauseigene
Kapelle des Annaheimes errichtet. Sie befindet sich in der oberen
Etage über dem großen Saal am Ende eines langen Ganges, der heute
von Mitarbeitern und Bewohnern ,,Annaflur" genannt wird, nicht zuletzt
deshalb, weil vor Kopf, gleich neben dem Eingang zur Kapelle ein Gnadenbild
"Anna Selbdritt" aufgestellt ist.
Betritt man die Kapelle, fällt der Blick direkt auf den gegenüberliegenden
Altarraum. Dieser ist, der Struktur des Gebäudeteiles angepaßt, halbrund
angeordnet. Im Chor hängt mittig ein etwa 1,5 m großes Kreuz. Über
dem Kreuz befindet sich ein buntes Fenster von fast einem Meter Durchmesser.
Drei Streben durchkreuzen die bunten Gläser und bilden ein Dreieck,
welches die "Dreifaltigkeit" symbolisiert.
Schräg unter dem Kreuz steht der Tabernakel, einschließlich einem
kleineren Aufsatz, der für das "Ewige Licht" bestimmt ist. Vor
dem Altar, auf gleicher Höhe mit dem Ambo auf der rechten Seite,
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"Der
brennende Dornen-busch" |
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bietet der Altarraum
noch etwas Platz für eine besondere Gestaltung der Kapelle entlang
des Kirchenjahres. Hier wird im Advent die Krippe aufgebaut, im Monat
Mai die "Muttergottes" aufgestellt oder zum Erntedankfest ein
Tisch mit Früchten und Brotkörben dekoriert. Kreuz, Tabernakel, Ambo
und auch ein Kreuzweg, der auf der Rückwand der Kapelle neben der
Sakristei hängt, stammen vom Bildhauer Joseph Krautwald aus Rheine.
Rechts und links vom Mittelgang stehen je drei Bänke, auf denen immer
vier Personen Platz nehmen können. Ursprünglich standen auf jeder
Seite vier Bänke, doch aufgrund des zunehmenden Bedarfes an Rollstuhlplätzen
wurden diese Bänke kürzlich entfernt. Der dadurch entstandene Raum
steht nun den Rollstuhlfahrern zur Verfügung, durch eine andere Farbgestaltung
des Teppichbodens auch für die Bewohner erkennbar.
Über dem Eingang befindet sich die Orgelbühne. Vor dem Umbau in den
Jahren 1985/86 konnte man die Empore nur über eine Leiter erreichen,
später dann wurde
eine Treppe installiert. Die Orgel, aus Spendengeldern
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Innenansicht
der alten Kapelle |
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zu Pfarrer Holländers
Zeiten finanziert, stammt als Bausatz von der Firma Hotbauer aus Göttingen.
Organist Helmut Burgmer fertigte die Orgel während der Bauphase in
den 80er Jahren in Eigenarbeit im Keller des Hauses an. Über mehrere
Leitern wurde die Orgel schließlich mit Hilfe von Seilen durch ein
Fenster auf die Bühne gehoben.
Einmal wöchentlich findet in der Kapelle eine Heilige Messe statt,
meistens sonntags um 10.30 Uhr. Neben den Bewohnern nehmen aber auch
regelmäßig Angehörige oder Gäste des Hauses am Gottesdienst teil.
Mittwochs um 10.30 Uhr treffen sich die Bewohner zu einer Andacht
in der Kapelle. Man betet zusammen den Rosenkranz, in der Fastenzeit
auch den Kreuzweg oder für verstorbene Bewohner.
Auch die Mitarbeiter des Hauses nutzen die hauseigene Kapelle regelmäßig.
Als Höhepunkt im Jahr ist hier sicher die adventliche Feier der Mitarbeiter
zu nennen, die immer in ganz besonderer Weise gestaltet wird. Man
kann abschließend sicher sagen, daß die Kapelle den "Mittelpunkt"
des Hauses darstellt, wenn auch nicht räumlich gesehen. Aber das Leitbild
der Einrichtung und die Ziele der Betreuung alter und pflegebedürftiger
Menschen sind von einer christlichen Grundhaltung geprägt und damit
bildet die Kapelle den Ausgangspunkt allen Handelns im Haus. Sie bietet
Raum für das Gebet, Raum für Besinnung, Raum für Meditation, Raum
für Eucharistie. |
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